44, Ruthenium (Ru)
Eisengruppe
Atommasse[1]:
101.07 ± 0.02 u
In biologischen oder geologischen Materialen kann die Atommasse außerhalb der angegebenen Bereiche liegen.  
lat. ruthenia = Russland Elektronen-Konfiguration[2]: (Kr) 4d7 5s1

Übersicht Massenwirkungsgesetz

Übersicht Ruthenium-Verbindungen: Das Massenwirkungsgesetz (MWG) beschreibt das quantitative Verhältnis der Konzentrationen von Reaktanten und Produkten in einem chemischen Gleichgewicht. Es wurde 1864 von Guldberg und Waage formuliert und stellt eine zentrale Beziehung der chemischen Thermodynamik dar. Für eine allgemeine reversible Reaktion

aA + bB ⇌ cC + dD

ergibt sich im Gleichgewicht die Gleichgewichtskonstante K nach

K = ([C]c · [D]d) / ([A]a · [B]b)

wobei die Konzentrationen in molarer Einheit ausgedrückt werden. Das Massenwirkungsgesetz lässt sich thermodynamisch aus der Gibbs'schen freien Enthalpie G ableiten. Im Gleichgewicht ist die Änderung der Gibbs-Energie gleich Null und es gilt

ΔRG = ΔRGO + RT ln(Q)

wobei Q der Reaktionsquotient, R die universelle Gaskonstante und T die absolute Temperatur ist. Im Gleichgewicht ist Q = K, somit folgt:

ΔRG = - RT ln(K)

Diese Beziehung zeigt, dass die Gleichgewichtskonstante direkt mit der Standardreaktions-Gibbs-Energie verknüpft ist. Ein negatives ΔRGO (exergonische Reaktion) entspricht einem großen K, d. h. das Gleichgewicht liegt auf der Produktseite. Umgekehrt weist ein positives ΔRG = ΔRGO (endergonische Reaktion) auf ein Gleichgewicht zugunsten der Edukte hin. Das MWG verbindet somit chemische Kinetik, Thermodynamik und Gleichgewichtsdynamik in einem konsistenten theoretischen Rahmen.

Übersicht Ruthenium-Verbindungen:
Löslichkeitsprodukte: 1  Einträge
Stabilitätskonstanten hydratisierter Kationen: 0  Einträge
Säure- und Basenkonstanten: 0  Einträge
Komplexbildungskonstanten: 0  Einträge

Quellen: [1] Prohaska, T., Irrgeher, J., Benefield, J., Böhlke, J. K., Chesson, L. A., Coplen, T. B., ... & Meija, J. (2022). Standard atomic weights of the elements 2021 (IUPAC Technical Report). Pure and Applied Chemistry, 94(5), 573-600. https://doi.org/10.1515/pac-2019-0603
[2] Wiberg, N., Wiberg, E. & Holleman, A. F. (2007). Lehrbuch der anorganischen Chemie. (S. 300, 1304, 1878). Walter de Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110206845